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Alles wird anders! Alles? Nein, aber wie schon an diesem ersten Artikel zu erkennen ist, haben sich einige Dinge sichtbar geändert. Und wieso ist das der erste Artikel, wenn da schon ganz viele aus den vergangenen Jahren zu finden sind?

Also der Reihe nach, am besten mit einer Geschichte. Es war einmal … vor über sieben Jahren hatte ich genug davon, meine Webseiten selber zu programmieren. Ich wollte lieber fotografieren, gerne auch meine Gedanken zu den Fotos aufschreiben. Damals kam WordPress gerade in Mode, mit PHP in einer Sprache programmiert, die ich halbwegs beherrschte. Ganz ohne Programmieren ging es auch nicht, aber meist war nur eine Kleinigkeit unter der Haube zu schrauben. Das Design und Layout meiner Seiten hat sich seitdem mehrmals geändert. Die Entstehung der Mirror World war Notkniff und Wortspiel zugleich. Ich hatte mich bis dahin mehrmals aus Frust bei Facebook ab- und aus Neugier wieder angemeldet. Irgendwann entdeckte ich dann mit Friendica ein paralleles Netzwerk, das zudem noch eine Schnittstelle zu Facebook bot. Man konnte den Server selbst hosten und vor allem festlegen, welche Nachrichten mit Facebook geteilt werden sollten und was man lieber für sich behielt. Dazu brauchte es jedoch Platz und ich wollte mir keine weitere Domain zulegen. So zog der Blog in die Mirror World ein.

Der Blog erforderte auch ohne technischen Schnickschnack ein gehöriges Maß an Pflege. Zuerst waren da die Updates von WordPress selbst, das gerade in den letzten Jahren sehr dynamisch weiterentwickelt wurde. Hinzu kam die Pflege des Themes und der Plugins, die gelegentlich von ihren Autoren vernachlässigt wurden und dann Ersatz forderten. Das Geflecht von Abhängigkeiten wurde immer dichter und brachte auch manche unliebsame Überraschung mit sich, von der die Besucher möglichst nichts mitbekommen sollten.

Ende des vergangenen Jahres wurde nach jahrelanger Entwicklung eine neues PHP-Release veröffentlicht. Damit war mir klar, dass die Aufwände, eine stabile Webseite auf Basis von WordPress zu betreiben, in nächster Zeit drastisch steigen würden. Parallel dazu stieß ich während meiner Urlaubslektüre auf einen spannenden Artikel über statische Webseiten und Generatoren, um diese zu erzeugen. Ausprobieren, toll finden … das ging schnell. Einen guten Teil des Urlaubs habe ich damit verbracht, die alten Artikel in stupider Fleißarbeit von technischem Ballast aus WordPress zu befreien.

Jetzt bin ich soweit, dass ich den Inhalt dieses ersten neuen Artikels gemütlich auf dem iPad tippe, später mit einem Knopfdruck daraus eine Seite generiere und auf den Server hochlade. Schnell und unkompliziert, so wie das Web mal gedacht war (c;

Damit ist es aber auch genug des technischen Krams. Schließlich hat sich auch ansonsten einiges getan. Die Galerie DISPLAY hat Ende November ihren fünften Geburtstag gefeiert. Das Team hat sich seitdem neu aufgestellt und nun große Pläne in der Schublade. Christoph hat die Galerie bereits verlassen. Auch ich werde mich spätestens Ende Januar zurückziehen. Im Team gibt es einen neuen Webmaster, so dass ich dort nicht mehr gebraucht werde, um all die geplanten Neuerungen zum Laufen zu bringen.

Ich freue mich über die Freiräume, denn während des Urlaubs gab es unerwarteten Nachwuchs im heimischen Rechner-Zoo. Mein alter Mac Mini mochte eines Abends nicht mehr weiterarbeiten … partieller Plattenausfall. Da er bereits einige Jahre auf dem Buckel hatte, zogen sich Bildbearbeitung oder gar 3D-Rendering endlos in die Länge. Es machte keinen Spaß mehr, so dass ich schon länger über eine rechenfreudige Ergänzung nachgedacht hatte. Was anderes als ein Mac kam nach so vielen Jahren nicht in Frage, zumal sich der seit dem Wechsel auf Intel-Prozessoren mit ein wenig Mühe selber bauen lässt.

Der CustoMac verrichtet nun schon seit einigen Tagen friedlich brummend seine Dienste. Wer sich dafür interessiert, kann demnächst ein paar mehr Details bei meinen Projekten nachlesen.

Bei der Überarbeitung des Blogs musste ich jeden einzelnen Artikel anpacken. So zogen die Jahre mit ihren Highlights - Tournee auf Mallorca, Fotostammtisch, One day one pic, zahllose Konzerte - noch einmal im Schnelldurchlauf vorbei. Wieder in der Gegenwart und einem neuen Jahr angekommen bin ich nun gespannt, was die Zukunft bringen wird.

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Breezing

Endlich mal wieder ein Konzert, Musik live und vor allem nah, ganz nah! Zu verdanken hatte ich dies am vergangenen Wochenende Guido Lehmann, der mit seiner neuen Band *The Breezers* ein beschauliches kleines Sportlokal am Rande Kölns in Schwung brachte. Draußen Regen in Bindfäden und erste Anzeichen eines mürrischen Sturms, der lustlos mit der vergilbten Markise spielte, drinnen vertraute, neu aufgemischte Coverversionen von J.J. Cale und Clapton. Weiterlesen

Stadtwärts

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Fingerkribbeln

Veröffentlicht am 16.04.2015